Du glaubst, dass dein Kreuzbandriss einfach Zufall oder Pech war? Dann bist du sicherlich eine(r) von Vielen, die so denken.
Ganz normal, denn wir wollen uns mental schützen. Wir wollen nicht sehen, dass ein Kreuzbandriss auch ein zweites Mal passieren kann. Doch leider funktioniert diese Denkstrategie nicht auf Dauer erfolgreich, denn nur mit der richtigen Einstellung bleibst du von Kreuzbandrissen verschont oder du gehörst nicht zu den vielen Wiederholungstätern (~20-30%) wie ich 1. Denn nach einem Kreuzbandriss ist die Wahrscheinlichkeit um das 6-fache im ersten Jahr erhöht, dass du einen zweiten erleidest 2!
„Warum ist gerade mir das Kreuzband gerissen?“
„Hätte ich meinen Kreuzbandriss verhindern können?“
„War mein Kreuzbandriss einfach nur Pech?“
Leider wird zu oft letzteres angenommen und dass der Kreuzbandriss nicht verhinderbar gewesen wäre. Es ging ja immerhin alles so schnell?! Welcher Laie kennt sich denn auch in der Rehabilitations- und Trainingslehre so gut aus, dass er es hätte besser wissen können?
Die Folge? Nach der Rehabilitation erfolgt keine Veränderung in der Trainingsweise und der Weg für einen zweiten oder dritten Kreuzbandriss wird unbewusst gepflastert. Um deine Denkweise zu verändern, möchte ich dir im Folgenden fünf überzeugende Gründe nennen, warum die meisten Kreuzbandrisse kein alleiniger Zufall sind.

Fakt 1: Die meisten Kreuzbandrisse passieren ohne Gegnerkontakt
70-84% der Kreuzbandrisse sollen ohne Gegnerkontakt passieren. Manche Studien sprechen sogar von 90%! Spontane Richtungswechsel, Täuschungsmanöver sowie ungünstiges Landen und Drehen sind die Topkandidaten unter den Unfallmechanismen 3. In 80% der Fälle passiert der Kreuzbandriss durch eine eine Kombination aus
- einer X-Bein-Stellung,
- einer Rotation der Tibia,
- einer reduzierten Knieflexion,
- einer kniedominanten Landung sowie
- einer erhöhten Rumpfschwankung und -neigung.
Warum sollte es also Zufall sein, dass die Bewegung 10.000 mal klappt und in diesem einen Moment nicht mehr?

Fakt 2: Kreuzbandrisspatienten verletzen sich häufig wieder
Etwa 20-30% erleiden einen zweiten Kreuzbandriss… und von denen 2/3 auf der unbetroffenen Seite 4. Wie kann das Zufall sein? Es kann in diesen Fällen nicht an dem Transplantat oder der Operation gelegen haben.
Ich selber gehöre zu diesen 2/3… Dies hat mich persönlich damals so ins Stutzen versetzt, dass ich meine kompletten Ansätze von Training und Rehabilitation über Bord geschmissen habe. Mehr dazu findest du in diesem Artikel. Zum Glück, denn heute, auch 15 Jahre nach meinem zweiten Kreuzbandriss, geht es mir viel besser. Keine Knieschmerzen, keine weiteren Kreuzbandrisse! Und leistungsfähiger bin ich auch noch, trotz des gehobenen Alters inzwischen! 😉
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass nur 55% der Kreuzbandrisspatienten ihr ursprüngliches Leistungsniveau überhaupt wieder schaffen 5, ist die Zahl der Wiederverletzungen sehr erschreckend. Weiterhin: Je nach Sportart und Leistungsniveau schwanken die Wiedereinstiegsraten nach Kreuzbandriss zwischen 22%-80% 6 Der erfolgreiche Wiedereinstieg nach Kreuzbandriss ist also definitiv kein Selbstläufer!
So landen wir, gerade bei jungen Sportlern, bei erschreckenden Re-Rupturquoten von 30-40%! Denke doch nur mal an den Kreuzbandrissmarathon, den einige Spitzensportler – insbesondere Fußballer – durchlaufen!
Biomechanische Analysen führten zu einem zweiten Kreuzbandriss
Dir reicht das Argument mit den hohen Re-Rupturquoten alleine noch nicht? Dann überzeugt dich vielleicht folgendes: mittels biomechanischer Analysen kann man konkreter abschätzen, wer sich zukünftig ein zweites Mal verletzten könnte 7! Wenn die Athleten bei der Landung hohe Valgusmomente (X-Beinstellung), ein hohes Hüftinnenrotationsmoment und eine schlechte einbeinige Stabilisation bei der Landung haben, dann haben 92% einen zweiten Kreuzbandriss. Weisen die Patienten diese Risikofaktoren nicht auf, holen sich nur 12% einen erneuten Kreuzbandriss! Besonders das Hüftinnenrotationsmoment ist dabei entscheidend. Alleine dies zeigt, wie man durch das richtige Training Kreuzbandrisse vorbeugen kann, auch nach der ersten Verletzung.

In einem weiteren Artikel schreibe ich etwas expliziter über Return-to-Play Tests und deren Bedeutung.
In meinen Augen wird das Ganze noch durch weitere Befunde bestätigt:
Die Hälfte aller Patienten können 6 Monate postoperativ noch nicht mal eine vernünftigen Ausfallschritt durchführen 8! Wenn man sein Bein bei einem so simplen Bewegungsablauf nicht in einer geraden Achse halten kann, wie soll es dann bei einem schnellen und impulsiven Bewegungsablauf wie einer Landung funktionieren?

Ich glaube diesen Ergebnissen, denn aus eigener Erfahrung gesprochen: Die Mehrheit kann keine einbeinige Kniebeuge mit vernünftiger Ausführung. Die meisten Sportler haben auch noch nach der Kreuzbandrissreha starke Defizite und diese pflastern offensichtlich den Weg für eine zweiten oder gar dritten Kreuzbandriss!
Fakt 3: Es gibt eindeutige Risikofaktoren für Kreuzbandriss (Erstverletzung)
… Zugegeben, wir wissen noch nicht, welcher Risikofaktor bei welcher Person im Endeffekt entscheidend war, aber wir können inzwischen sehr sicher davon ausgehen, dass es bestimmte Risikofaktoren bei unterschiedlichen Athleten gibt, die einen Kreuzbandriss begünstigen.
Es wird auch zunehmend vermutet, dass die Risikofaktoren für Kreuzbandriss geschlechtsabhängig sind, insbesondere da Frauen 7-mal häufiger betroffen sind als Männer 9. Doch nicht nur das: auch bei einem zweiten Kreuzbandriss haben die Frauen die Nase vorne. Sie sind auch davon 2,3-fach häufiger betroffen als Männer… 10
Zu den Risikofaktoren für Kreuzbandrisse gehören 11:
- das Geschlecht und der Menstruationszyklus
- Fehlstellungen der Beine wie z. B. X-Beine
- Senk-, Spreiz- und Plattfüße
- verspannte und schwache Oberschenkelmuskeln
- Muskeldysbalancen, insbesondere an der Hüfte
- geringe Rumpfstabilität, welche häufig ein Hohlkreuz beinhaltet
- verringerte koordinative Fähigkeiten
- eine schlechte Propriozeption (Körperwahrnehmung), die häufig mit einer verlangsamten Reaktionsfähigkeit einhergeht
Wenn du dich schon etwas mit Physiotherapie beschäftigt hast, wirst du schnell merken, dass diese Faktoren sehr eng zusammen hängen. Eine geringe Rumpfstabilität sorgt häufig für eine Vorkippung des Beckens. Daraus resultieren Fehlstellungen der Beine (häufig X-Beine). Diese begünstigen wiederum Muskeldysbalancen, insbesondere zwischen den Ad- und Abduktoren, führen zu verspannten Oberschenkeln, einer geschwächten Muskulatur und funktionellen Veränderung am Sprunggelenk und des Fußgewölbes.
Der Körper ist ein System
Du musst dir stets vor Augen halten, dass dein Körper ein System ist und die Hüfte der Dreh- und Angelpunkt allen Geschehens ist. Deshalb ist es in der Rehabilitation von entscheidender Bedeutung, dass du an der Mobilität und funktionellen Stabilität deiner Hüfte arbeitest, um Kreuzbandrisse zu verhindern.
Natürlich gibt es auch noch anderen Faktoren wie die Sprunggelenkskinematik, die einen entscheidenden Einfluss auf deine Kniepositionierung und das Kreuzbandrissrisiko hat, aber die Hüfte ist ein zentraler Aspekt.
Deshalb immer mehrere Stellen berücksichtigen, um erfolgreich gegen Kreuzbandriss anzukämpfen!
Fakt 4: Die passende Technik schützt vor weiteren Verletzungen
Die meisten setzen all ihre Karten auf die Kraft, doch wusstest du, dass dich die richtige Landetechnik signifikant vor weiteren Verletzungen schützen kann? Ich will dir mal einige Beispiele aus der Literatur auflisten:
Vermeidung von Valgusmomente, um Kreuzbandrisse vorzubeugen
Das Risiko für Kreuzbandrisse ist 17 mal so hoch, wenn die Valgusmomente in einem Drop-Jump einen Wert von 25,6 Nm übersteigen. Dies ist ein biomechanischer Wert, der angibt, wie stark dein Knie nach innen gedrückt wird. Der Wert ergibt sich hauptsächlich aus einer X-Bein-Stellungen, der Bodenreaktionskraft und einer seitlichen Oberkörperneigung resultiert 12. Dies kann der Unterschied zwischen 1 Jahr und 17 Jahren ohne Kreuzbandriss sein! Etwas mehr zu dem Thema Valgus habe ich im Artikel zu den Fußballern geschrieben.
Ein Valgus erhöht aber nicht nur das Risiko für einen ersten Kreuzbandriss, sondern auch für einen zweiten! So hatten Athleten, die eine Valgusbewegung im Drop-Jump aufwiesen, auch ein erhöhtes Risiko für einen zweiten Kreuzbandriss13. Wird der Valgus in der Reha gezielt wegtrainiert, reduziert sich das Risiko von einem zweiten Kreuzbandrissen von 30% auf 9% 14.


Vermeidung von asymmetrischer Lastverteilung, um Kreuzbandrisse vorzubeugen
Unsymmetrische Belastungen sind ein Risikofaktor für Kreuzbandrisse. So zeigt sich in Drop-Jumps, dass sowohl eine Asymmetrie in dem Innenrotationsmoment als auch in dem Knieflexionsmoment zu einem 3-4 fach erhöhtem Risiko für Kreuzbandrisse führen 15. Athleten, die in den beiden Beinen weniger als 10% Leistungsdifferenz aufweisen (isokinetische Krafttests, einbeinige Sprungtests), hatten ein 92% geringeres Risiko für einen erneuten Kreuzbandriss 16. In einer weiteren Untersuchung mit derselben Testreihe betrug die Reduktion 84%. Anstelle von 38.2% waren es nur 5.6%17. Du solltest also auf eine gleiche Belastung der Beine achten, wenn du Sprünge durchführst, um das Risiko für Kreuzbandrisse zu minimieren.
Abfedern in Landungen, um Kreuzbandrisse vorzubeugen
Eine größere Knie- und Hüftflexion während der Landung ermöglicht eine effektivere Stoßabsorption und reduziert die vertikalen Bodenreaktionskräfte, die auf dein Kniegelenk wirken. Dadurch verringern sich die möglichen Scherkräfte am Knie, die das Kreuzband belasten. Deshalb kann eine Verbesserung der Knie- und Hüftflexion zu weniger Kreuzbandrissen beitragen 18 19. Spezielle Interventionsstudien, die nur die Hüft- und Knieflexion adressieren wurde bis dato nicht durchgeführt. Es hat sich immer um Kombinationsansätze gehandelt, die auch die Valgusbewegung und Kräftigung. Dabei zeigte sich eine starke Reduktion von 50% der Kreuzbandrisse 20. Bei Athleten in der ersten Liga, die wahrscheinlich nochmals einen Tuck ambitionierter trainierten, betrug die Reduktion sogar ~60%, in der zweiten und dritten Liga hingegen eher ~40%.

Technik und Kreuzbandrissrisiko
Neben Krafttraining ist die richtige Technik und Bewegungsausführung eine wichtige Komponente zur Vorbeugung von Kreuzbandrissen. Egal, ob du schon einen hattest oder nicht! Die Kraft legt die Basis, um die Techniken richtig ausführen zu können. Hast du genug Kraft, musst du an deinen motorischen Fähigkeiten arbeiten.
Auf Grundlage dieser Erkenntnisse haben einige Forscher präventive Programme ins Leben gerufen, welche mich direkt zu meinem nächsten Argument führen…
Fakt 5: Präventionsprogramme senken die Unfallquote um fast 50%
Dieses Phänomen sollte dir nun schlagartig die Augen öffnen! Das war für mich der endgültige Beweis, dass …
- … wir etwas gegen unsere Verletzungen tun können und sollten,
- … die Verletzungen alles andere als ein Zufall sind.
Andernfalls würden die Präventionsprogramme nicht eine so hohe Wirkung zeigen. Ein 20 minütiges Warm-up Präventionsprogramm in Norwegen hat es sogar in die BBC News geschafft! Schau doch mal rein! 🙂
Sie konnten die Unfallquoten der vorderen Kreuzbandrisse um über 50% senken! Sprunggelenks- und Knieverletzungen jeglicher Art konnten im Allgemeinen stark vermindert werden 21.

A. Caraffa kommt zu ähnlichen erstaunlichen Ergebnissen: Statt 1,15 Kreuzbandrissen pro Team gab es nur 0,15. In konkreten Zahlen bedeutet dies: Anstatt 70 Kreuzbandrisse gab es nur noch 10.22
Werf doch mal einen Blick in mein präventives Volleyballprogramm. Dort sind auch zahlreiche Studien zu Fußball, Handball und präventiven Ansätzen verlinkt.
Fazit
Denkst du immer noch, dass dein Kreuzbandriss allein Zufall war? Falls nein und du die Reha richtig angehen möchtest, dann hol dir “Das große Buch der Kreuzbandreha”, um unnötige Fehler zu vermeiden. Du kannst das Buch mit und ohne Videos erwerben.

Die 3-Take Home Messages für die Reha nach Kreuzbandriss
- Das Pech von einem Kreuzbandriss wird dir das Schicksal eines Zweiten nicht zwangsläufig ersparen, sondern eher begünstigen. Deshalb musst du mehr als jeder andere tun, um dein Knie zu schützen. Deshalb nimm die Reha nach dem ersten Kreuzbandriss verdammt ernst.
- Du musst mit speziellen Übungen deine Technik trainieren. Dazu gehören Sprung-, Wende- und Drehtechniken sowie gezieltes funktionelles Training.
- Du solltest regelmäßig alleine – oder noch besser: mit deiner Mannschaft zusammen – Präventionsprogramme in das Training aufnehmen. Ein Präventionsprogramm sollte Aufgaben aus dem Bereich der Koordination, Becken-Bein-Achsen-Stabilität, Rumpfstabilität, Reaktivität und Technik enthalten.

Lass also nicht das Schicksal entscheiden. Nimm es selbst in die Hand! Möchtest du dich mit mir und anderen austauschen? Dann tritt der Community auf Patreon bei.

Lasst uns doch noch einen Kommentar da: Wo trefft ihr immer wieder auf Probleme? Was sind eure Blockaden? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
mit kriegerischen Grüßen,
Christina
The photography “Soccer Knee Injury” is a derivate of DSC02572 by Jon Candy and is licensed under CC BY-SA 2.0.
- Paterno, M.V., et al., Incidence of Second ACL Injuries 2 Years After Primary ACL Reconstruction and Return to Sport. Am J Sports Med, 2014. 42(7): p. 1567-73 ↩︎
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- Alentorn-Geli E. et al., Prevention of non-contact anterior cruciate ligament injuries in soccer players. Part 2: A review of prevention programs aimed to modify risk factors and to reduce injury rates., Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc., 2009 17(8):859–879 ↩︎
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- Ardern, C.L., et al., Fifty-five per cent return to competitive sport following anterior cruciate ligament reconstruction surgery: an updated systematic review and meta-analysis including aspects of physical functioning and contextual factors. Br J Sports Med, 2014. 48(21): p. 1543-52 ↩︎
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- Myklebust, G., Engebretsen, L., Brækken, I. H., Skjølberg, A., Olsen, O.-E., & Bahr, R. (2003). Prevention of anterior cruciate ligament injuries in female team handball players: A prospective intervention study over three seasons. Clinical Journal of Sport Medicine, 13(2), 71–78. https://doi.org/10.1097/00042752-200303000-00002 ↩︎
- Caraffa A., et al., Prevention of anterior cruciate ligament injuries in soccer. A prospective controlled study of proprioceptive training. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. 1996;4(1):19–21 ↩︎




Sehr schöner und gut geschriebener Artikel!
Danke Immo 🙂 Freut mich zu hören! Interessiert dich denn ein bestimmtes Thema mal besonders 😉 ?
Wieder ein guter Artikel 😉 . Danke ihr habt mir schon viel geholfen besonders das Training war super . Hoffe dass ich dann auch bald wieder spielen darf .
Hallo Jan,
Danke für deine Loorbeeren 🙂 Die Trainingssession hat auch mir viel Spaß gemacht und ich bin mir sicher, dass du das in den nächsten Woche gut angehen und packen wirst! Du hast ja schon einiges dazu gelernt und dich gesteigert. Außerdem hast du denn Ball ja schon wieder zu deinen Füßen liegen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bist du deine Jungs vom Feld fegst. 😉 Für dich gilt: Oberkörper und Schultergürtel schön brav ausbauen, damit du dann nicht wieder von einem Mitspieler zur Seite umgehauen wirst und dir dein VKB reißt . Und kontaktiere mich bitte unbedingt noch mal, wenn du in das Training wieder einsteigen willst. Dann gebe ich dir noch ein paar Tipps auf den Weg, wie du dich am besten wieder einfindest.
*Daumendrück* und viel Erfolg 🙂
Hallo Christina, ich wurde im Dezember 2015 zum 4. mal, nach zwei Kreuzbandrissen operiert. Als ich mir das Kreuzband im Oktober letztes Jahr gerissen habe, habe ich mit dem Sport (Handball) der mich bis dahin mein Leben lang begleitet hat abgeschlossen. Nun habe ich keinen Druck was den Aufbau des Beines angeht doch ich möchte dieses Mal vieles besser machen und meinen Körper diesbezüglich besser kennen- und steuern lernen. Durch deine Artikel habe ich jedoch Mut bekommen dass es das mit meinen 23 Jahren vielleicht doch noch nicht gewesen ist! Vor kurzem habe ich mich zu deiner/eurer Studie an der Uni Göttingen angemeldet. Meine Frage dazu: wie bekomme ich bescheid dass ihr diese Anmeldung erhalten habt?
Danke für eure tollen Artikel! Ihr macht damit sehr viel Mut und weckt (zumindest bei mir) sehr großes Interesse.
Hallo Romy,
das freut uns natürlich sehr zu hören, dass du so von unserer Seite profitierst. Wir kriegen erfreulicher Weise in den letzten Wochen vermehrt positives feedback, sodass man auch weiß, wofür die Arbeit dann ist 🙂 Zwar sind eigentlich alle Infos von mir, aber ohne die technische Hand von Norman wäre das alles niemals so schön geworden!
Deine Anmeldung ist da. Wir versuchen nächste Woche uns zusammen zu schließen und eine Einteilung aller zu erstellen. Jeder angemeldet darf kommen! Wir werden auch versuchen alle zu vermessen. Es sind viel mehr als geplant. Deshalb werden wir vll auch 2-3 dann nicht schaffen. Aber alle können ganz klar zum vortrag und workshop 🙂 Da wird keiner ausgeschlossen! Ihr könnt ja dann auch gegenseitig noch voneinander lernen.
Wir freuen uns auf dein Kommen und bis bald 🙂
Hallo Christina,
nach meiner zweiten Kreuzband-OP im Januar bin ich gerade dabei wieder fit für den Sport (hoffentlich werde ich wieder Badminton spielen können) zu werden. Dabei ist das verlinkte Video mit den Laufübungen Gold wert. Viele Übungen mache ich zwar schon, habe hier aber noch einige neue Sachen gesehen, die ich auf jeden Fall in mein Training integrieren werde.
Auch den Tipp mit dem Golfball finde ich echt hilfreich. Ich habe bei der EAP immer Probleme mit meinen Füßen gehabt. Durch die starke Anspannung bei den Übungen auf dem Balanceboard, Posturomed usw. schmerzen meine Füße irgendwann richtig. Seitdem ich mein Fußgewölbe mit dem Golfball massiere, ist es schon etwas besser geworden.
Danke für die guten Tipps. Die Artikel sind mir eine gute Begleitung und helfen mir, mich zum Training zu motivieren.
Ich freue mich auf noch mehr.
Viele Grüße
Julia
Hallo Julia,
schön zu hören, dass dir die praktische Anwendung etwas bringt. Ist ja auch ein hilfreiches Feed Back für andere Sportler. Inzwischen bekommen wir nämlich immer mehr verkehr auf dieser Seite 😉 Aber es freut uns, dass sie mit so viel liebe von vielen Menschen angenommen wird und die Leute unsere Arbeit zu schätzen wissen. Wir sind auch dabei weitere Produkte zu entwickeln, die euch dann etwas mehr helfen werden. Denn da gibt es auf dem Markt noch viel Optimierungsbedarf 🙂 Wir machen auch bald Messtage. In etwas verschiedenen Regionen. Vielleicht hast du ja Lust und Zeit zu kommen. Da gibt es dann einen Vortrag mit vielen Infos :0)
Hallo Christina,
ich bin gerade auf deinen Block gestoßen und finde einige Punkte wieder,die mir ebenfalls über den Weg gelaufen sind.
Ich bin ein 17 jähriges Mädchen und erlitt am Anfang des Jahres meinen 2. VKB-Riss. Die Oberschenkelplastik, die Anfang 2016 eingesetzt wurde ist während meinem letzten Saisonspiel im Basketball, durch ein seitliches Reinspringen der Gegnerin, erneut gerissen.
Ich hatte nach der ersten OP eine BB-Pause von ca. 11 Monaten eingelegt und durch Physio und Eigeninitiative auf einen erneuten Start vorbereitet.
Ich konnte also die Rückrunde ( ca. 10 Spiele) wieder bestreiten, nachdem ich mich im BB-Training an die Herausforderungen wieder gewöhnen konnte.
Ich hatte eine schwere Zeit, nach der ersten Diagnose, wuchs aber im Nachhinein daran.
Wir sind nach meinem 2. Unfall zu einem Spezialisten nach Frankfurt gefahren, der erstmal von einer erneuten OP abgeraten hat, da er mir den Aufwand (2 OPs in 4 Monaten Abstand) erspahren möchte.
Deshalb bekomme ich jetzt nur Physio. Die Therapeuten sind sehr zufrieden mit der bisher aufgebauten Stabilität und das Gefühl wird erweckt, dass mein “kaputtes” Knie sogar besser funktioniertt als mein gesundes.
Durch positive Rückmeldung seitens Physio und später auch durch den Arzt, spiele ich mit dem Gedanken, in geraumer Zeit wieder in den Basketballbetrieb einsteigen zu können.
Ich kann nicht ohne…
Ich finde nichts,womit sich Basketball vergleichen lässt und das ich an Stelle dessen betreiben könnte. Es verfolgt mich 🙂 Und ich bin schon immer eine Sportfanatikerin gewesen. Durch diesen Vorfall erleide ich einen enormen Rückschlag. Damit komme ich immer noch nicht zurecht…
Ich würde mich sehr über iene Antwort von dir freuen, da ich im Moment nicht weiß, was ich machen soll.
L.G JD
Hallo JD,
Das ist tatsächlich eine ziemlich schwierige und nicht schöne Situation! Insbesondere weil es anscheinend durch Fremdkontakt hervorgerufen wurde. Und das natürlich auch noch mal andere Ängst beim Wiedereinstieg mit sich bringt als bei einem ohne Kontakt.
Prinzipiell ist ein Spielen und Leben ohne VKB über längere Zeit möglich… Die Gefahr aber einer Verdrehung des Knies wächst. Es fehlt einfach ein Stabilisator. Und beim nächsten Unfall würden dann deutlich mehr Strukturen betroffen sein. Insbesondere der Meniskus und Knorpel. Das ist eine Abwägung, die jeder für sich treffen muss und wohl auch nur durch subjektives Empfinden gemacht werden kann.
Ich kenne einen Arzt, der mit Knochen operiert. Das Ganze nennt sich All-Press-Fit. Durch diese einzigartige Technik, kann er teilweise die alte Schraube drin lassen und bringt das neue VKB dann mit einem Knochendübel ein. Das kommt aber sehr drauf an, wie die Schraube liegt und wie er verankern muss.
Das wäre vll eine Option? Ansonsten hat der Arzt prinzipiell recht. Erst Schraube raus und dann neues VKB rein.
Von meiner persönlichen Seite als Betroffene: ich spiele ja nun Volleyball und auch ich würde es nicht komplett aufgeben wollen. Dort habe ich aber natürlich keinen Gegnerkontakt. Ich würde es zunächst auf das Training beschränken. In Spielen passieren doch die meisten Vorfälle. Durch den hohen Druck. Da kannst du ohne Probleme auch immer mal ausweichen oder eine Situation vermeiden und vll nimmt ja der ein oder andere Kamerd auch mehr Rücksicht auf dich, bzw. das Knie und rasselt da nicht wie jemand aus einer fremden Mannschaft einfach rein? So habe ich es auch nach meinem zweiten Riss gemacht. Eine Saison nur Training und dann irgendwann mal wieder auch Spiele 🙂
LG,
Christina